Projektarbeiten: 5 Arten von Gruppenmitgliedern

Hier in Holland schreibt man wenig Examina. Das klingt erst mal gut, wenn da nicht die ganzen Projektarbeiten wären. Pro Semester wird in Gruppen von 3-5 Personen an diesen Projekten gearbeitet, die bis zu einem bestimmten Datum fertig sein müssen. Je nach Gruppe, läuft es entweder reibungslos oder es kann sehr stressig werden. Die Zusammenarbeit funktioniert am besten, wenn man die Persönlichkeit der Anderen gut einschätzen kann und dementsprechend agiert. Im Laufe meines Studiums habe ich 5 verschiedene Arten von Gruppenmitgliedern identifizieren können, mit denen man an Projekten arbeitet.

Das selbsternannte Oberhaupt (SEO) 

Das SEO macht sich unmittelbar zu Beginn erkenntlich in der Gruppe und nominiert sich meist selbst zum Leiter des Projektes. Diskussionen sind hier meist zwecklos und würden nur der Arbeitsmoral der Person schädigen. Am besten sollte man das SEO als Leiter akzeptieren und zu Gunsten der Gruppe nutzen, denn sie sind meist übereifrig und kümmern sich mit Sorgfalt um das Projekt.

Der Last-minute Rusher (LMR) 

Der LMR wird so gut wie keine interne Deadline der Gruppe einhalten. Seine Arbeiten sind gut, aber werden immer kurz vor Schluss eingereicht. Erkennt man einen LMR, wird geraten diese Person täglich beifällig an seine Pflichten zu erinnern. Die LMR’s bringen die anderen Mitglieder oft zum Schwitzen, aber lassen die Gruppe selten hängen.

Der unauffällige Pflichtenverweigerer (UPV) 

Jeder kennt mindestens einen UPV im Studium. Diese Personen versuchen um jeden Preis um Arbeiten herumzukommen und nehmen stets die leichtesten Aufgaben. Immer eine Ausrede parat, werden selbst diese Aufgaben noch schnell an andere Mitglieder abgeschoben. Bis zum Ende des Projekts, schaffen es die meisten UPVs nicht aufzufallen. Werden sie jedoch entdeckt, werden auch diese Personen ihre Arbeiten letztendlich erledigen.

Der weniger-sinnvolle Fragensteller (WSF) 

Der WSF ist leicht zu finden in diversen Gruppenarbeiten. Bevor das Projekt bekannt ist, hat der WSF bereits unzählige Fragen gestellt, die mit einem Blick in die Aufgabenstellung beantworten werden könnten. Für diese Person ist eigenständige Recherche eine lästige Farce, die mit gekonnten Fragen verhindert werden kann. Sollte ein WSF erkannt werden, ist zu empfehlen eine extra Kopie der Aufgabenstellung anzufertigen und zu jedem Treffen auszuhändigen.

Der übereifrige Alleskönner (ÜAK) 

Der ÜAK ist überall beliebt in Projektarbeiten. Selbstständig wählt er die schwierigsten Aufgaben und ist meist schon Tage vor internen Deadlines fertig. Der ÜAK braucht keine Unterstützung und hilft anderen Mitgliedern mit ihren Arbeiten. Falls ein UPV sich in der gleichen Gruppe befindet, ist der ÜAK das perfekte Gegenstück.

Im Studium ist es nie leicht in Gruppen zu arbeiten. Nichtsdestotrotz. Egal mit wie vielen UPVs oder WSFs man zusammen Projekte machen muss, im Endeffekt ist es trotzdem besser, als alleine an diesen Projekten zu sitzen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Außerdem lernt man mit anderen Menschen umzugehen und zu arbeiten, was in der Arbeitswelt ein absolutes MUSS ist. Also die besten Voraussetzungen um endlich erfolgreich zu werden.

von Kaspar

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